Archive for the 'Touren' Category

Schlussbilder

Posted by Julian Kanth on Jul 03 2006 | Touren

Nach dem offiziellen Schlusswort hier in diesem Weblog gibt es eigentlich nicht mehr so viel zu sagen. Vielleicht noch, dass ich im Moment schon fleissig dabei bin, Pläne zu schmieden, wie und wann ich wieder eine Ausrede finden kann, um ins südliche Afrika zu kommen. Deshalb gibt es vielleicht bald eine Fortsetzung auf dieser Seite. Bis dahin schließe ich dieses Weblog offiziell. Zum Abschied gibt es hier noch einmal eine Zusammenstellung der besten Bilder aus den drei Monaten. Viel Spaß damit!

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Kapstadt-Bilder

Posted by Julian Kanth on Jun 21 2006 | Touren

Es war nur ein sehr kurzer Aufenthalt. Viel zu kurz um die Stadt in all ihren Facetten kennenzulernen. Effektiv hat es “nur” fĂĽr das Standardprogramm gereicht: Stadtrundfahrt mit Fahrt auf den Tafelberg, Fahrt durch den Naturpark rund um das Kap der Guten Hoffnung und ein schneller Stop am Cape Point und ein Besuch auf Robben Island. Vieles von dem, was ich in den knapp drei Tagen Kapstadt gesehen habe, habe ich jetzt zusammengesucht. Und Dank der Digital-Kamera ist das Ergebnis jetzt in einer Auswahl auch hier verfĂĽgbar. Viel SpaĂź beim Durchklicken!

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Gefängnisinsel

Posted by Julian Kanth on Jun 21 2006 | Touren

Nebel, dichter Nebel liegt über der Waterfront, keine 20 Meter Sicht. "Wenn dir das Wetter in Kapstadt nicht gefällt", so hat unser Reiseführer Bobby gesagt, "dann warte fünf Minuten." Fünf Minuten also warten und dann ist alles gut? Blick auf Kapstadt im NebelDer Vormittag ist noch sehr jung. Auf dem Programm steht ein kleiner Ausflug mit dem Schiff – vom "Nelson Mandela Gateway" nämlich auf die ehemalige Gefängnisinsel Robben Island.

Bevor wir auf das Schiff dürfen, werden unsere Sachen durchleuchtet und ein Metalldetektor prüft, ob wir irgendwelche gefährliche Gegenstände in der Kleidung versteckt haben – es fühlt sich fast an, wie auf dem Flughafen. Pünktlich um 10 Uhr legt der geräumige, weiße Katamaran von der Kaje ab. Nicht weit weg lassen sich die Mauern der Hafenausfahrt erahnen; immer noch dichter Nebel. Bequem tuckert das moderne Schiff langsam auf das offene Meer hinaus. Plötzlich lichtet sich der Nebel. Der Himmel ist auf einmal strahlend blau und hinter uns liegt die Nebelwand. Auf dem offenen Meer ist die graue Suppe komplett verschwunden. Der Blick zurück verrät allerdings, das sie nach wie vor über der Küste von Kapstadt liegt. Aus der grauen Wand ragt allerdings monströs der Tafelberg hinaus.

Gut 30 Minuten dauert die Fahrt hinaus nach Robben Island. Was wieder nach einer typischen Touristenattraktion klingt – nach einer Insel voll mit Robben – gehört in Wirklichkeit zum Weltkulturerbe und große Zahlen von Robben gibt es dort schon lange nicht mehr. "Robben Island" ist die berüchtigte Gefängnisinsel, auf der in Südafrikas Apartheid-Zeit vor allem die politischen Gefangenen untergebracht waren. Einer der prominentesten war Nelson Mandela – der (inzwischen) ehemalige Präsident des Landes. Er hat dort fast zwei Jahrzehnte verbracht.

Eingang nach Robben IslandIm Hafen der Insel wartet ein Bus. „WE SERVE WITH PRIDE – Welcome to Robben Island“ steht über dem Portal des Gebäudes, das zu Gefängniszeiten das Besucherzentrum war. Am anderen Ende des Torbogens kann man bereits die ersten Zäune des Hochsicherheitstraktes sehen. Zunächst geht es allerdings mit dem Bus auf zu einer kleinen Inselrundfahrt. Unsere Führerin Roxee erzählt, dass die Insel nicht immer als Gefängnisinsel gedient hat. Sie hat auch schon ein Krankenhaus beherbergt. Dort wurden lange Zeit die Lepra-Kranken untergebracht. Bevor dann schließlich das Gefängnis gebaut wurde, wurden deshalb die ganzen alten Häuser abgerissen. Man befürchtete, dass sie kontaminiert seien. Die Wärter haben lange Zeit in kleinen Häusern gewohnt. Die höheren Ränge hatten etwas größere Häuser. Heute wohnen nur die Museumsangestellten auf der Insel. Die Wohnungen gehören dem Museum. Wer in Rente geht oder gefeuert wird, muss sein Haus räumen und auf das Festland umziehen. Außer den Menschen wohnen auch noch viele Tierarten dort – viele Vögel, Spingböcke und Eland-Antilopen und verschiedene Schlangenarten.

StacheldrahtDie Rundfahrt mit dem Bus ist als Orientierung gedacht. Roxee verspricht: "First I’ll drive you around and then I’ll bring you into prison!" Sie hält ihr Wort. Ein ehemaliger Gefangener wartet auf uns. Er erzählt, das er festgenommen wurde, weil er für mehrere Sprengstoffanschläge verantwortlich war. 18 Jahre hat er auf Robben Island verbracht. Er erzählt vom Leben in den engen Zellen, von Misshandlungen, von Schikanen gegen seine Familie, Schüssen auf seinen Vater. Er erzählt davon, dass in dem ursprünglichen Zellenblock am Anfang noch die Kriminellen und die politischen Gefangenen zusammengelebt haben. Dann, so sagt er, sei es den politischen Gefangenen gelungen, die Kriminellen zu politisieren. Deshalb wurden die beiden Gruppen getrennt.

Die Gänge sind eng und grau angestrichen. An einigen Stellen sind inzwischen bunte Bilder an die Wand gemalt worden. In der Zeit nach dem Ende der Apartheid war das Gefängnis zunächst noch in Betrieb. Dann gab es allerdings zunehmend Klagen von Menschenrechtsorganisationen und Robben Island wurde zum Museum. Die ehemaligen Zellen berichten von den Schicksalen der Inhaftierten. An den Wänden hängen kleine Geschichten, in Schränkchen liegen Gegenstände, die zur Flucht verholfen haben oder das Leben abseits der strengen Regeln des Knastes erträglicher gemacht haben.

GefängniszelleDer Rundgang endet mit einem Blick in die Zelle von Nelson Mandela. Sie ist eng, und sieht aus wie die anderen in dem Block. Der einzige Unterschied ist, dass die ursprüngliche Einrichtung noch dort liegt. Ein kleiner Schrank, eine Matratze, eine Decke – und weiße Gitterstäbe. Durch ein Fenster scheinen ein paar Sonnenstrahlen.

Die Zeit geht schnell um. Es ist schon kurz vor 13 Uhr. Die Geschichte dieses Ortes ist packend, erschreckend und gut erzählt. Das Schicksal unseres Führers steht exemplarisch für fast alle, die dort viele Jahre ihres Lebens verbracht haben, weil sie gegen ein ungerechtes System protestiert haben – auf ganz unterschiedliche Arten. Viele von ihnen sitzen heute in der Regierung Südafrikas. Ein Grund dafür ist auch eines der Prinzipien der Insassen. "Each one – teach one!" Die Intellektuellen haben den anderen beigebracht, zu lesen, zu schreiben und politische Theorien zu verstehen. Die Fähre fährt pünktlich. Sie ist vollbesetzt. Kapstadt liegt inzwischen nicht mehr im Nebel. Bye, bye, Robben Island.

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Kapstadt

Posted by Julian Kanth on Jun 17 2006 | Touren

V&a WaterfrontDie Luft riecht salzig, in der Ferne rauscht die Brandung. Es ist mild und die Sonne scheint. Cape Town – eine der schönsten Städte der Welt wie viele sagen. Wir schlafen in einem luxuriösen Hotel direkt an der “Victoria and Albert Waterfront”. Das alte, herunter gekommene Hafengebiet hat sich in den Neunziger Jahren zu einem echten SchmuckstĂĽck entwickelt, das inzwischen mehr Touristen anlockt als der Tafelberg. Der erhebt sich erhaben am Himmel. Die ganze Umgebung wirkt sehr europäisch und groĂźzĂĽgig geplant. Es gibt aufgeräumte Malls mit Marmorboden, ĂĽberall flanieren Menschen – ĂĽberwiegend WeiĂźe – und es gibt zahlreiche Kneipen. Unter anderem auch eine, die “Paulaner Brauhaus” heiĂźt. Dort gibt es frisch gezapftes Weizenbier und MĂĽnchner Brezel.

Stadttour mit “Cape Escape”. Tour-Guide Bobby ist 54. Er ist schlank, gut gebräunt und das Haar ist etwas schĂĽtter. Sein Akzent verrät seine Herkunft. Ein echter SĂĽdafrikaner ist er nämlich nicht. Eigentlich kommt er aus den USA, aus Chicago, vor gut 20 Jahren hat es ihn ĂĽber Durban nach Kapstadt verschlagen. Nun reist er viel und macht StadtfĂĽhrungen.

Castle of Good Hope und Table MountainVom Hotel aus fahren wir mit einem – wieder mal – VW-Buli in Richtung Stadtzentrum. Das erste Ziel ist eine Diamantenenwerkstatt, wenn man es mal vereinfacht beschreibt – “The Diamond Workers”. In SĂĽdafrika gibt es nämlich zahlreiche Edelsteinminen, unter anderem auch einige, in denen Diamanten abgebaut werden. Bei den “Diamond Workers” werden die Steine verkauft. Allerdings werden die Rohdiamanten auch dort verarbeitet. Und das ist auch der eigentliche Clou des Aufenthalts. Zur BegrĂĽĂźung gibt es Sekt. Dann erzählt eine Angestellte, wo die Edelsteine herkommen und das man in Johannesburg an der Universität lernen kann, wie Diamanten richtig geschliffen werden.

Ein paar Minuten später fährt der Bulli auf den Parkplatz vor dem “Castle of Good Hope”. In Kapstadt heiĂźt ĂĽbrigens eigentlich fast alles irgendwie “Good Hope” – nach der Landspitze ganz im SĂĽden der Kaphalbinsel, an der das Wetter und vor allem heftige Winde und gefährliche Klippen den Seefahrern in der Vergangenheit und nach wie vor echte Probleme bereiten. Das “Castle of Good Hope” ist das älteste Gebäude SĂĽdafrikas und wurde 1679 gebaut. In seiner Geschichte hatte es viele Hausherren: Portugiesen, Niederländer, Engländer (die sich alle paar Jahre abgewechselt haben) und schlieĂźlich die Regierung SĂĽdafrikas. Heute ist es ein Museum.

Nicht weit weg vom Stadtzentrum liegt der “District Six” – ein Stadtviertel mit einer sehr traurigen Geschichte. Bis zu Beginn der Apartheid-Zeit in SĂĽdafrika haben dort noch Schwarze, WeiĂźe und Farbige zusammengelebt. Da das friedliche Zusammenleben der unterschiedlichen Rassen allerdings nicht ins Konzept der Apartheid passte, entschied die damalige Regierung, dass das Viertel abgerissen wird und die Einwohner in andere Stadtviertel umziehen mĂĽssen. Nur wenige Häuser aus der Zeit sind erhalten, vor allem allerdings die Kirchen stehen noch. Die Regierung wollte nicht den Zorn der Weltkirchen auf sich ziehen. Das “District Six” Museum erinnert mit vielen Fotos, privaten Erinnerungen und einer riesigen Karte des Viertels, auf denen die ehemaligen Einwohner ihre alten Wohnungen markiert haben, an diese Zeit.

Green Market SquareMitten in einem belebten Stadtviertel – nur einen Steinwurf vom District Six entfernt – liegt der “Green Market Square”. Dort – geschĂĽtzt von hohen Bäumen und umringt von zahlreichen Häusern – ist jeden Tag von Montag bis Samstag Markt. Händler bieten Schnitzereien, handgefertigte Puppen und Schmuck an. Es ist sehr lebhaft hier, die Stände stehen eng an eng – die Verkäufer sind aber trotzdem nicht so aufdringlich wie noch beim Holzschnitzermarkt in Okahandja in Namibia. Vielleicht liegt es allerdings auch daran, dass es schon kurz vor Feierabend ist, als wir dort eintreffen.

Blick vom TafelbergDas Highlight – so behaupten es eigentlich alle, die ich bis jetzt getroffen habe – eines jeden Besuchs in Kapstadt ist eine Fahrt hinauf auf den Tafelberg. Ein Return-Ticket mit der Seilbahn kostet 115 Rand – also ungefähr 13 Euro. In drei Minuten bringt Schweizer Technologie das “Cable Car” steil nach Oben. Während der Fahrt dreht sich die Gondel einmal rund herum, so dass jeder die Chance hat, den einzigartigen Blick auf die ganze Kaphalbinsel zu genieĂźen und Fotos zu schieĂźen. Ganz oben angekommen reicht der Blick bis weit hinaus auf den Ozean, das “Kap der Guten Hoffnung” scheint auch fast in Laufreichweite zu sein. Rund um den Berg schmiegt sich “Cape Town” mit seinen Hochhäusern und Vorstädten.

Während wir an der KĂĽstenstraĂźe durch die exklusiven Vororte fahren, in denen sich viele Weltstars schicke Wohnung und Häuser gekauft haben, versinkt die Sonne im atlantischen Ozean. Es wirkt fast so, als sinke sie in nur wenigen Sekunden. Als wir wieder an der Waterfront ankommen, ist es ganz dunkel. Viele Menschen sind unterwegs und die Kneipen und Restaurants sind voll. Im “Paulaner Brauhaus” läuft die FuĂźball-Weltmeistschaft. Es spielen die USA gegen Italien. Die Weizen-Gläser klirren, als sie zum Tagesabschluss angestoĂźen werden. Deutsche Lebensart am anderen Ende der Welt.

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VicFalls-Bilder

Posted by Julian Kanth on Jun 16 2006 | Touren

Weltnaturerbe – das sind die Victoria Falls. Sie sind ein einzigartiges Monument und die Mengen an Wasser, die pro Tag dort herunterdonnern, sind unvorstellbar. Das im Bild festzuhalten, ist sehr schwer. Trotzdem hier eine Auswahl der Bilder des Besuchs in Zimbabwe und Sambia.

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