Angekommen
Grün eingefärbte Steppe, soweit das Auge reicht. Die Sonne scheint, das Flugzeug wird trotzdem durchgerüttelt. Landeanflug auf den Windhoek International Flughafen. Die endlose Landschaft wird nur durch Hügel und schnurgerade lange Strassen zerschnitten. Plötzlich ein kräftiger Ruck. Das Flugzeug hat auf der Landebahn aufgesetzt, mitten im Nichts. Anwohner, die sich über den Lärm beschweren oder gar ein Nachtflugverbot vor Gericht erstreiten, wird es hier wohl nicht geben. Das ist mein erster Eindruck von Namibia, nach einem endlosen Flug über London und Johannesburg.
Vom Flughafen geht es mit einem VW-Bulli nach Windhoek. 45 Minuten dauert die Fahrt über gut ausgebaute Strassen. Links und rechts viel Grünes: Es hat in den vergangenen Monaten viel geregnet in Namibia, so viel, wie seit Jahren nicht mehr.
In Windhoek heißen die Strassen, wie ich es aus Deutschland gewohnt bin: “Bahnhofstraße” oder auch “Lüderitzstraße”, die Praktikantenwohnung liegt in der Schubertstrasse. Es ist komisch, diese Schilder zu lesen, weit weg von Deutschland. Es ist vieles irgendwie anders und dazwischen diese vertrauten Namen.
Nachdem ich erst bei der NBC, der Namibian Broadcastin Corporation, meinem Arbeitgeber, angeklopft und mich kurz vorgestellt habe, geht es in die Praktikantenwohnung. Ich bin ziemlich geschlaucht und ziemlich müde. Erstmal eine Runde schlafen.
Am Abend kommt Carmen auch nach Hause. Das ist die Praktikantin, die ich bei der NBC gewissermassen ablöse. Abendessen gibt es beim Inder, hin und zurück fahren wir mit dem Taxi. Fuer 12 Namibia Dollar pro Person, etwa 1,50 Euro.
Fotos gibt es noch nicht, weil ich das Kabel gerade nicht dabei habe, mit dem ich die Bilder von der Kamera auf den Computer überspielen kann.