La vie parisienne
Wie bekämpft man eigentlich Fernweh? Spontan fallen mir drei Dinge ein. Variante eins: man schließt sich in seinem Zimmer ein, verbannt alle Landkarten, Bilder und Texte aus seinem Blickfeld und kapselt sich von der
Außenwelt ab. – Nicht schlecht, macht aber wahrscheinlich auf die Dauer etwas depressiv. – Variante zwei: man macht genau das Gegenteil und lässt sich mit Bildern, Tönen und Eindrücken permanent berieseln. Schon besser.
Ich habe mich inzwischen für Variante drei entschieden, nachdem ich Variante eins eigentlich nie richtig in Betracht gezogen und deshalb seit der Rückkehr aus Namibia intensiv Variante zwei (wie auch – rückblickend – der Namibia-Bilanz-Text belegt) ausgelebt habe. Variante drei ist nun die „Flucht nach vorne“.
Deshalb wird dieses Weblog nun auch langsam wiederbelebt und bekommt einen neuen Namen: Ab Februar bin ich für gut vier Monate in Frankreich. Ich werde ein Erasmus-Semester in Paris verbringen. Alles, was ich dort erlebe, werde ich hier hineinschreiben. Was genau „alles“ bedeutet, muss sich allerdings noch zeigen.
Vielleicht kurz zum Stand der Vorbereitungen: In der ersten Januarwoche war ich kurz mal in Paris, um mich zu orientieren. Seitdem habe ich auch eine Bleibe für die nächsten Monate. Ich bin an der Universität in Nanterre registriert, ich habe Fahrkarten gekauft und einen Französisch-Sprachkurs auf dem Schreibtisch liegen.
Wie es weitergeht? Bald hier!